Dass das andel’s Hotel beim Nachliefern der im Anschluss an die Innovationsshow heiß begehrten Berliner Currywurst oft länger als die programmatischen „10 Minutes“ benötigte, mag als Flexibilitätstest für die Besucher gewertet werden. Tauschgeschäfte zwischen jenen Gästen, die Currywurst ohne Brot ergattert hatten, und solchen, die Brot ohne Currywurst auf ihren Tellern vorfanden, kamen der allgemeinen Kommunikation jedenfalls zu Gute.
Am Ende dürfte niemand mit knurrendem Magen das Highlight des Vorabendprogramms aufgesucht haben: ein mitreißender Vortrag von Management-Coach Jörg Löhr, der im Rahmen des Themas „Erfolg und Motivation in Zeiten der Veränderung“ beispielsweise erläuterte, warum man manch „quakenden Frosch“ in die Luft werfen müsse, um herauszufinden, wie viel „Adler-Potenzial“ in den eigenen Mitarbeitern stecke. Nicht zuletzt die rhetorische Brillanz des Redners sorgte dafür, dass die Zuhörer noch lange – und bestgelaunt – seine Thesen beim abendlichen Zusammenkommen im sky.café hoch über den Dächern der Hauptstadt diskutierten.
Der Kongresstag
Am zweiten Veranstaltungstag schlossen sich pünktlich um 9 Uhr die Türen des gut gefüllten Kongresssaals hinter den Besuchern der en3, wo sie – nach einem Kaffee während des morgendlichen Messerundgangs – von Gunda Röstel herzlich zur Fachtagung begrüßt wurden. Die ehemalige Spitzenpolitikerin von Bündnis 90/Die Grünen, heute kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden, führte in diesem Jahr als bestens aufgelegte Moderatorin durch die Veranstaltung.

Mit Dr. Christiane Markard, Leiterin des Fachbereichs „Gesundheitlicher Umweltschutz, Schutz der Ökossysteme“ im Umweltbundesamt, die für ihren kurzfristig verhinderten Kollegen Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes, eingesprungen war, und Berlins scheidendem Wirtschaftssenator Harald Wolf wünschten gleich zwei Grußredner der en3 gutes Gelingen. Besonders Herr Wolf lobte die differenzierende Diktion der Veranstaltung und ihr zu Berlin passendes Leitthema „energy. environment. engineering.“ sowie die Arbeit des Netzwerks e.qua, das immer wieder durch sein genauso frisches wie fachlich fundiertes Auftreten auffällt.