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Kompetenzen > Kompetenzen im Bereich Abwasser > Abwasserwärmenutzung > Freispiegelkanäle >Zur Abwasserwärmenutzung in Freispiegelleitungen/Freigefälleleitungen stehen gleich mehrere Verfahren zur Verfügung. Welcher Ansatz zum Einsatz gelangen sollte, hängt von den gegebenen Rahmenbedingungen ab. Zusammen mit seinen Partnern kann e.qua jede technische Lösung der Wärmegewinnung aus Abwasser realisieren.
Einbauwärmetauscher
Einbauwärmetauscher werden in der Kanalsohle eingebaut. Dabei kommen meist Wärmetauscherleitungen zum Einsatz, die frei unter einer Rinnenkonstruktion verlaufen. Die Leitungen besitzen Auflagepunkte in der Sohle, das Abwasser fließt in einer Trockenwasserrinne. Alternativ finden Wärmetauscherleitungen Verwendung, die mit einer entsprechenden Hinterfüllung unter den Wärmetauscherelementen Platz finden. Auch an den Kämpfern des Kanals können Wärmetauscherleitungen befestigt werden. Aufgrund des notwendigen Einbaus, der in der Regel aus Edelstahl gefertigten Elemente, steht diese Technologie in Kanälen ab DN 800 zur Verfügung.
Neubaukanäle
Bei Kanalneubauten können Wärmetauscherleitungen direkt in das Neubaurohr integriert werden. Werkstoff der Kanalleitungen ist in diesem Fall Beton. Diese werkseitige Lösung kann bei Kanälen mit einem Durchmesser ab DN 400 angewendet werden.
Externe Wärmerückgewinnung
Wärmegewinnung aus Abwasser kann auch außerhalb des Kanals erfolgen. Dazu wird ein Abwasserteilstrom aus dem Kanal zu einem überirdischen Wärmetauscher geleitet. Neben der Wärmegewinnung wird das Abwasser hier zusätzlich gereinigt. Nach dem Wärmeaustausch wird es wieder dem Abwasser im Kanal zugeführt.
Wärmetauschermatte/Inliner
Eine Verbindung von Wärmerückgewinnung im Kanal und der Sanierung von Kanalabschnitten ist mittels so genannter Inliner möglich. Bei diesem Verfahren werden Wärmetauschermatten in den Kanal eingebracht. Aufgrund ihres Materials ist der Wärmeübergang im Vergleich zu Wärmetauschern aus Edelstahl zwar schlechter, dafür eignet sich die Methode bereits in Kanälen ab DN 200.
Weiterführende Informationen, fachkundige Beratung und Herstellerhinweise zu den einzelnen Verfahren unter Berücksichtigung Ihrer spezifischen Rahmenbedingungen erhalten Sie bei e.qua.
Vor allem im Sommer kann der Abwasserkanal sprichwörtlich zum Himmel stinken. Schuld daran ist die Temperatur. Denn je höher die liegt, desto höher die Schwefelwasserstoff-
konzentration in der Kanalisation. Die Folge sind übler Geruch und massive Korrosionsschäden an den Rohrleitungen (s. Abb.). Wärmenutzung des Abwassers dient also nicht nur Energiegewinnung. Durch Absenkung der Abwassertemperatur schont sie auch die Nase und reduziert Sanierungskosten.