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Das Kleingedruckte

Projektphilosophie und Qualitätsfrage

Abwasserwärmenutzung wirft zahlreiche strategische und wirtschaftliche Fragen auf.  Verantwortliche müssen Entscheidungen treffen, deren Tragweite unter Umständen erst in ferner Zukunft absehbar sind – allen voran die Entscheidung über die grundlegende Projektphilosophie.  Konzipiere ich eine Anlage mit Risiken, damit sie rechnerisch ökonomisch ist, oder halte ich an Standards und Qualitätsanforderungen fest, auch wenn diese das Aus für ein imageträchtiges Projekt bedeuten können?

Wie bei jedem anderen Vorhaben lauern auch in der Abwasserwärmenutzung Risiken jenseits der Gewährleistungsfrist, die ein vermeintlich gutes Projekt zum Debakel machen können. Im Meer der Erfolgsstorys geht das gerne unter. Aber wie ehrlich klären Planer, Entscheider und Betreiber auf, wenn ein zunächst hochgelobtes Konzept ins Gegenteil kippt? Deshalb einige Beispiele für potenzielle Gefahrenquellen.

Anlagen zur Abwasserwärmenutzung arbeiten besonders effektiv auf der Werkstoffbasis Edelstahl. Nach außen gut vor Korrosion geschützt, birgt dieser jedoch Risiken im Inneren. Denn bei der Bearbeitung kommt es zu Schwachstellen, die anschließend hinreichend gebeizt/passiviert werden müssen. Auch die Qualität unvermeidbarer Schweißarbeiten spielt eine wichtige Rolle für die Lebensdauer der Anlage und muss schon bei der Fertigung der Elemente berücksichtigt werden: Lieber die konservative, dafür sichere ganzflächige Schweißung oder vielleicht doch eine Alternative wie die „aufgeblasene Struktur“?

Nächste Frage: Wärmetauscherleitungen. Edelstahl oder Kunststoff? Und ist es egal, ob die Wärmetauscherleitungen in der Kanalsohle oder mit Blick auf spätere Wartungsarbeiten obenliegend verlegt werden? Auch die Verweilzeit in den Wärmetauscherleitungen sollte effektiv ausgelegt sein. Doch schon beim Transportmedium gehen die Meinungen auseinander (insbesondere vor dem Hintergrund der Anlagenbewilligung): Unbedenkliches, aber in seiner Leistung eingeschränktes Wasser oder, wie in vielen anderen Ländern, ein Wasser-Glycol-Kreislauf?

Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit einer Anlage ist schließlich auch der zu erwartende Reinigungsaufwand. Werden die Weichen nicht schon bei der Auslegung auf Minimierung gestellt bzw. die Kosten nicht aufrichtig gegengerechnet, bleibt man im Nachgang des Projekts darauf sitzen. Ein ökonomischer Betrieb kann dadurch erheblich belastet werden.

Vermeiden Sie durch kluge Entscheidungen von Beginn an, nach Ablauf der Gewährleistung mit Ihren Problemen allein dazustehen. Lassen Sie sich im Rahmen einer Projektbetreuung von e.qua umfassend über Chancen und Risiken Ihres Vorhabens aufklären.

 

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