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Löscht Energiedurst

Wärmegewinnung aus Trinkwasser

„Eisgekühlt genießen!“ – das kennt man von Erfrischungsgetränken. Nicht so von unserem Trinkwasser. Denn selbst in Heizperioden weist das kostbare Gut Temperaturen von 5 bis 12 Grad Celsius auf. Wärmerückgewinnungsanlagen erreichen bei diesen Werten bereits eine sehr gute Energieeffizienz.

Damit eignet sich auch Trinkwasser als praxistaugliche Energiequelle für das Beheizen und Kühlen von Gebäuden.

Das Verfahren entspricht der Wärmegewinnung aus Abwasser: Die im Trinkwasser enthaltene Energie wird mittels Wärmetauscher gewonnen und über Wärmepumpen für den Gebrauch verfügbar gemacht.

Diese nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energie bleibt ohne Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität oder -versorgung. Der Einsatz von Wärmetauschern kühlt das Trinkwasser nur unmerklich ab. Der Wärmeentzug liegt in der Regel unter einem Grad. Gegenüber konventionellen Heizsystemen kann der Primärenergiebedarf jedoch leicht um 50 % gesenkt werden.

 

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Größtes Potenzial liegt im Abwasser

Besonders groß ist das Energierückgewinnungspotenzial im Abwasserkanal. Je nach Auslegungsvariante erzielen moderne Wärmerückgewinnungsanlagen hier eine Einsparung an Primärenergie von 30-40 % (bei bivalenter Auslegung) sowie eine CO2-Reduktion von 40-60 %. Aufgrund neuer technischer Entwicklungen und der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können mittlerweile weit mehr als die bislang angenommenen 5-10 % aller Gebäude mit Wärme aus dem Kanal beheizt werden.