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Da steckt mehr drin

Wertstoffgewinnung aus fetthaltigem Abwasser

Was beim täglichen Spülen in Millionen von Haushalten vom Geschirr gewaschen wird, geht mit dem Abwasser den sprichwörtlichen Bach hinunter.

Doch in der Kanalisation sind Fette und Öle unerwünscht. Als Ablagerungen an den Wänden von Abwasserleitungen führen sie zu Rohrverstopfungen, beeinträchtigen den sicheren Betrieb der öffentlichen Entwässerungsanlagen und gehen infolge von Faulprozessen mit erheblicher Geruchsbelästigung einher.

In gewerblichen und industriellen Betrieben, in denen Fette und Öle organischen Ursprungs anfallen, sind deshalb Fettabscheider vorgeschrieben, die abscheidbare Leichtstoffe auf physikalischem Wege vom Wasser trennen und wieder verwertbar machen.

Der Anteil emulgierter oder gelöster Fette bleibt davon jedoch unberührt und geht nicht selten zusammen mit den im kommunalen Abwasser enthaltenen Verbindungen als potenzielle Wertstoffe verloren.

Die Lösung des Problems heißt Abwasserrecycling: Moderne Anlagentechnik hilft, i.d.R. mittels Destillationsprinzip, Fette, Öle und andere Inhaltsstoffe aus dem Abwasser herauszulösen und, sofern sortenrein vorliegend, wiederzuverwerten.

Das schafft nicht nur kostbare Sekundärressourcen, z.B. zur Herstellung von Brennstoffen, es minimiert auch den Sanierungsaufwand für das Abwassersystem und kann im industriellen Kontext eine Reduzierung des Wasserverbrauchs sowie der Entsorgungskosten durch Rückführung des gereinigten Wassers in den Kreislauf bedeuten.

 

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