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Energiepotenzialstudie zeigt Effizienz- und Klimaschutzpotenziale

Energiepotenzialstudie zeigt Effizienz- und Klimaschutzpotenziale

Der Zweckverband „Wasser/Abwasser Mecklenburgische Schweiz“ hat für die Kläranlage Gnoien eine Energiepotenzialstudie durch e.qua erstellen lassen. Ziel der Untersuchung war es, konkrete technische und betriebliche Ansatzpunkte für einen energieeffizienteren, klimafreundlicheren und zukunftssicheren Anlagenbetrieb zu identifizieren.

Die Ergebnisse zeigen: In der Anlage bestehen erhebliche Potenziale zur Senkung des Energieverbrauchs und zur zusätzlichen Energiegewinnung. Für die Kläranlage Gnoien wurde ein mögliches Einsparpotenzial von bis zu 136.066 kWh pro Jahr ermittelt. Zusätzlich kann die Energiegewinnung um bis zu 188.079 kWh pro Jahr gesteigert werden. Das ausgewiesene CO₂-Einsparpotenzial liegt bei bis zu 141,0 Tonnen CO₂-Äquivalenten pro Jahr. 
 

37 Maßnahmen für eine effizientere Gesamtanlage

Die Energiepotenzialstudie betrachtet die Kläranlage nicht isoliert nach Einzelaggregaten, sondern im Zusammenspiel von Verfahrenstechnik, Energieverbrauch, Betriebsweise und künftiger Entwicklung. Für die Anlage wurden insgesamt 37 Maßnahmen empfohlen. Im Mittelpunkt steht die energetische Optimierung der Gesamtanlage, unter anderem mit Fokus auf eine verfahrenstechnische Umstellung auf SBR-Betrieb. Die Umsetzung soll in einem Stufenplan nach Prioritäten erfolgen. 

Die Kläranlage Gnoien ist als vollbiologische Abwasserbehandlung mit aerober Schlammstabilisierung ausgelegt. Der Ausbauwert liegt bei 4.900 Einwohnern, die jährliche Abwassermenge bei 100.050 m³ und der bisherige Stromverbrauch bei 197.200 kWh pro Jahr. 
 

Energieeffizienz als Beitrag zu Klimaschutz und Daseinsvorsorge

Mit der Studie schafft der Zweckverband eine belastbare Grundlage für weitere Entscheidungen. Sie dient nicht nur der technischen Bewertung einzelner Maßnahmen, sondern auch als strategisches Handlungsinstrument für einen kosteneffizienten und klimaschonenden Betrieb der Anlage.

Gerade bei Kläranlagen entfalten Energieeinsparungen eine besondere Wirkung: Die Anlagen laufen dauerhaft und zählen häufig zu den relevanten Energieverbrauchern im kommunalen Umfeld. Wer Verbrauch senkt, Eigenenergiepotenziale nutzt und Maßnahmen strukturiert priorisiert, stärkt die Wirtschaftlichkeit des Betriebs und leistet zugleich einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz.

Die Energiepotenzialstudie für die Kläranlage Gnoien zeigt damit exemplarisch, wie kommunale Betreiber den Weg zu mehr Energieeffizienz fachlich fundiert vorbereiten können – mit klaren Kennzahlen, konkreten Maßnahmen und einem priorisierten Fahrplan für die Umsetzung.

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