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Wasserwerk Lützen: Energiepotenzialstudie schafft Fahrplan

Wasserwerk Lützen: Energiepotenzialstudie schafft Fahrplan

Der ZWA Bad Dürrenberg hat für das Wasserwerk Lützen eine Energiepotenzialstudie durch e.qua erstellen lassen. Die Machbarkeitsstudie bildet die Grundlage, um den Betrieb der Anlage energetisch weiterzuentwickeln und konkrete Maßnahmen für eine klimaschonende, nachhaltige und zukunftssichere Wasserversorgung abzuleiten. 

Im Fokus der Untersuchung standen insbesondere die Reinwasserförderung und die Wassergewinnung. Gerade in Wasserwerken sind diese Bereiche zentrale Stellschrauben für den Energieverbrauch: Pumpen, Förderprozesse und Brunnenbetrieb bestimmen maßgeblich, wie effizient eine Anlage im Alltag arbeitet.

Konkrete Potenziale für Energie, Klima und Betrieb

Die Studie weist für das Wasserwerk Lützen ein mögliches Einsparpotenzial von bis zu 73.746 kWh pro Jahr aus. Zusätzlich wurde eine mögliche zusätzliche Energiegewinnung von bis zu 78.262 kWh pro Jahr ermittelt. Daraus ergibt sich ein CO₂-Einsparpotenzial von bis zu 66,1 Tonnen CO₂-Äquivalenten pro Jahr. 

Die Projektdaten zeigen zugleich die betriebliche Relevanz der Analyse: Das Wasserwerk verfügt über 5 Brunnen, einen Ausbauwert von 1.000 m³ pro Tag, eine jährliche Reinwassermenge von 252.415 m³ und einen Stromverbrauch von 219.859 kWh pro Jahr. 

28 Maßnahmen mit klarer Priorisierung

Aus der Energiepotenzialstudie wurde ein Maßnahmenpaket mit insgesamt 28 Empfehlungen abgeleitet. Vorgesehen ist eine Umsetzung in einem Stufenplan nach Prioritäten. Damit erhält der Betreiber nicht nur einzelne technische Hinweise, sondern eine strukturierte Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte. 

Der Vorteil eines solchen Vorgehens liegt in der praktischen Nutzbarkeit: Maßnahmen können nach Wirkung, Aufwand, Umsetzbarkeit und zeitlicher Dringlichkeit eingeordnet werden. So entsteht ein Fahrplan, der Investitionsentscheidungen unterstützt und zugleich kurzfristige Optimierungsmöglichkeiten sichtbar macht.

Effizienz beginnt mit Transparenz

Die Untersuchung des Wasserwerks Lützen zeigt, wie wichtig eine anlagenspezifische energetische Betrachtung für die kommunale Wasserversorgung ist. Energieeffizienz entsteht nicht durch pauschale Empfehlungen, sondern durch das Verständnis der konkreten Prozesse: Wie wird Wasser gewonnen? Wie wird es gefördert? Welche Aggregate prägen den Verbrauch? Und wo lassen sich technische oder betriebliche Verbesserungen wirtschaftlich sinnvoll umsetzen?

Mit der Energiepotenzialstudie liegt dem ZWA Bad Dürrenberg eine belastbare Grundlage vor, um Energieverbrauch zu senken, zusätzliche Energiepotenziale zu erschließen und die Wasserversorgung langfristig effizienter und klimafreundlicher aufzustellen.

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